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Wirkung körperlicher Aktivität auf die retinale Mikrozirkulation als vaskulärer Biomarker

Prof. Dr. med. Henner Hanssen, FESC

FMH Innere Medizin, Sportmedizin
Professor für Präventive Sportmedizin
Leiter Abteilung Präventive Sportmedizin & Systemphysiologie
Stv. Leiter Bereich Sport- und Bewegungsmedizin
Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit
Universität Basel
Schweiz

Den Schwerpunkt meiner wissenschaftlichen Ausrichtung stellt die nicht-invasive statische und dynamische retinale Gefässanalyse zur Untersuchung der humanen retinalen Mikrozirkulation unter Einfluss körperlicher Aktivität dar. Meine angewandte Forschung verbindet physiologische Grundlagen der sportlichen Leistungsfähigkeit mit kardiovaskulärer Prävention. Die Gefässdurchmesser der retinalen Mikrozirkulation sind ein valider vaskulärer Biomarker des zerebralen Gefässbetts. Grosse Kohortenstudien haben gezeigt, dass bei Erwachsenen mittleren Alters enge retinale Arterien und weite retinale Venen, mit einer entsprechend reduzierten arterio-venösen Ratio, mit einem erhöhten Hypertonierisiko, einer höheren Herz- und Hirninfarktprävalenz sowie einer gesteigerten kardiovaskulären Gesamtsterblichkeit assoziiert sind. Die Wirkung von körperlicher Aktivität auf die retinalen Gefässdurchmesser und die dynamischen mirkovaskulären Anpassungsmechanismen sind weitestgehend unbekannt.

Erstmals konnte in einer prospektiven Trainingsstudie gezeigt werden, dass ein regelmässiges chronisches Ausdauertraining bei unterschiedlich trainierten, normalgewichtigen und adipösen Personen, zu einer Verbesserung der retinalen Gefässdurchmesser führt. Es zeigte sich ein starker Zusammenhang zwischen körperlicher Leistungsfähigkeit und der retinalen arterio-venösen Ratio (AVR). Patienten mit einer Adipositas haben dabei am meisten von der Bewegungsintervention profitiert (Hanssen et al., Atherosclerosis 216(2): 433-439 (2011), siehe Abb.). Durch die Untersuchung der retinalen Gefässdurchmesser können auf mikrozirkulatorischer Ebene Gefässstörungen frühzeitig diagnostiziert werden, um einem Risikokollektiv eine rechtzeitige Lebensstil- und Bewegungstherapie aber auch medikamentöse Therapie zukommen zu lassen.

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