Home| Impressum| Rechtliche Hinweise| Datenschutzerklärung| Sitemap| AGB

Biosignalverarbeitung und mathematische Modellierung in der retinalen Gefaßanalyse

Prof. Dr.-Ing. Konstantin Kotliar

Prof. Dr.-Ing. Konstantin Kotliar. 

Fachbereich Medizintechnik und Technomathematik, Fachhochschule Aachen

Mein Forschungsschwerpunkt stellt die Entwicklung der neuen diagnostischen Methoden und Prinzipien im Bereich der dynamischen retinalen Gefäßanalyse zum Einsatz in der Medizin, vor allem in der Augenheilkunde, kardiovaskulären Medizin, Sportmedizin und Neurologie dar. 

Das mit dem Retinal Vessel Analyser in-vivo erfasste Biosignal ist eine Goldgrube für die Erkennung der Gefäßpathologie, für das Monitoring des Verlaufs einer Gefäßerkrankung oder für die Untersuchung der Wirkung eines Medikaments auf die retinale Mikrozirkulation. Solch ein hochauflösendes Signal, nämlich die Gefäßdurchmesseränderung über die Zeit und Ort entlang des Gefäßes beinhaltet viele Informationen über die Veränderungen in der retinalen Gefäßregulation, Durchblutungsstörungen, Versteifung der Gefäßwand und Gefäßtonus. Wir müssen nur herausfinden, welche Information in dem RVA-Signal ist direkt klinisch relevant, wie man diese quantitative Information objektiv aus dem Signal entzieht und was die genau bedeutet. Darin besteht meine Aufgabe. 

Erfolgreiche Kooperation mit meinen werten Kollegen aus verschiedenen Bereichen der klinischen Medizin, 12-jährige ergebnisreiche Zusammenarbeit mit Fa. IMEDOS Systems sowie der Einsatz moderner Methoden der Biosignalverarbeitung haben mir erlaubt, diagnostische Methoden auf der Basis von der retinalen Gefäßanalyse mitzuentwickeln und im klinischen Alltag zu testen. Spontane retinale Gefäßpulsationen, Gefäßreaktion auf physiologische und pharmakologische Provokationen, örtliche strukturelle dynamische Gefäßveränderungen und Gefäßsteifigkeit wurden bei der Untersuchungspersonen nicht-invasiv erfasst. Es wurden dabei signifikante Unterschiede im dynamischen Gefäßverhalten bei Gesunden unterschiedlicher Alter sowie bei Patienten mit systemischen und Augenerkrankungen vaskulärer Genese gezeigt. Dabei haben sich quantitative klinische Parameter herauskristallisiert, die für die gegebene Gefäßpathologie entscheidend waren. Ein Set solcher Parameter, die unterschiedliche Aspekte des dynamischen Gefäßverhaltens darstellen, sollte in der Zukunft eine vaskuläre Pathologie, wie Diabetes mellitus oder arterielle Hypertonie anhand einer DVA-Messung eindeutig und frühzeitig erkennen.

Eine der neuesten Entwicklungen von mir und meinen Kollegen ermöglicht eine nicht-invasive quantitative Erfassung der Pulswellenausbreitung in der zentralen Mikrozirkulation, deren Aussagekraft die Steifigkeit der Mikrogefäße im ganzen Körper charakterisieren kann. Den Parameter haben wir „retinale Pulswellengeschwindigkeit“ (rPWV) genannt. Unsere ersten Ergebnisse sind viel versprechend. Sie zeigen, dass der Parameter ein aussichtsreicher früher Biomarker der Mikrozirkulation in der kardiovaskulärer Medizin werden kann (Kotliar et al. IOVS, 2012, 53: 2119-2126; Kotliar et al. Microcirculation, 2013, 20: 405-415).

Meine Forschungspreise auf dem Gebiet der retinale Gefäßanalyse:

• Servier Research Award der European Society of Hypertension (2011); 

• Adalbert-Buding-Forschungspreis der Deutschen Hochdruckliga und Deutschen Hypertonie Gesellschaft (2007); 

• International MSD Award, 1st Prize (2006); 

• Young Investigator Awards der Deutschen Hochdruckliga und Deutschen Hypertonie Gesellschaft (2004, 2005)

 

KONTAKT

IMEDOS Systems GmbH
Am Nasstal 4
D-07751 Jena
GERMANY

Tel: +49-3641-63960
Fax: +49-3641-639612

info(at)imedos.de

Kontaktseite »