Home| Impressum| Rechtliche Hinweise| Datenschutzerklärung| Sitemap| AGB

Die retinale Gefäßanalyse in der kardiovaskulären Risikoprädiktion – Einfluss von Lebensstilmaßnahmen und intensiver sportlicher Aktivität

Priv.-Doz. Dr. med. Axel Preßler

Oberarzt

Innere Medizin, Kardiologie, Sportmedizin
Zentrum für Prävention und SportmedizinKlinikum rechts der Isar, Bau 523
Technische Universität München
Ismaninger Str. 22
D-81675 München

Die retinale Gefäßanalyse ist seit vielen Jahren ein ganz wesentlicher Baustein unserer klinischen Forschung am Lehrstuhl für Sportmedizin der TU München (Leitung: Univ.-Prof. Dr. med. Martin Halle). Die Tatsache, dass es sich bei den retinalen Gefäßdiametern entsprechend der epidemiologischen Studienlage um unabhängige kardiovaskuläre Risikomarker handelt, sowie die vergleichsweise einfache und unkomplizierte Methodik machen diese Werte als Surrogatendpunkte ganz besonders attraktiv.

In einer ersten Studie hatten wir vor einigen Jahren die Methodik der dynamischen und statischen retinalen Gefäßanalyse in einem Kollektiv von Patienten mit korrigierter Aortenisthmusstenose bei uns etabliert. Hier konnten wir zeigen, dass trotz operativer Korrektur dieses häufigen angeborenen Herzfehlers Beeinträchtigungen der retinalen Mikrozirkulation gegenüber einem gesunden Kontrollkollektiv persistierten (Pressler et al, Am J Cardiol 2008;105:740-4). Der Schwerpunkt der Forschung lag seither auf der Analyse retinaler Gefäßveränderungen in Abhängigkeit von trainingsbasierten Lebenstilinterventionen bzw. unter dem Einfluss ganz besonders intensiven Sports wie z.B. Marathonlaufen. Unter anderem wurden die Messungen dabei als sekundärer Endpunkt in den weltweit bisher größten Untersuchungen von Marathonläufern zur Evaluation der vaskulären Effekte dieser Belastungsform eingesetzt (Pressler et al, Atherosclerosis 2011;119:864-8). Ein weiterer wissenschaftlicher Schwerpunkt mit Einsatz der Kamera ist die Untersuchung von übergewichtigen Grundschulkindern, bei denen bereits in jungen Jahren mittels der Retinamessung frühzeitige Gefäßveränderungen diagnostiziert werden können (Siegrist et al, Int J Obes 2014;38:1241-7).

Über die reine Forschung hinaus wird die Messung der retinalen Gefäßdiameter bei uns auch regelhaft in der Ambulanz eingesetzt. Sie eignet sich in hervorragender Weise zur erweiterten kardiovaskulären Risikobestimmung unserer Patienten, von denen sie aufgrund der einfachen Durchführbarkeit und des aussagekräftigen Ergebnisses auch sehr gut angenommen wird.

KONTAKT

IMEDOS Systems GmbH
Am Nasstal 4
D-07751 Jena
GERMANY

Tel: +49-3641-63960
Fax: +49-3641-639612

info(at)imedos.de

Kontaktseite »